Animation test

walkcycle
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[lang_de]Heute habe ich versucht meine erste selbstgezeichnete Animation zu machen: einen typischen Walk Cycle. Im Studium geht es eigentlich nur darum, Flash zu lernen und dafür irgendwelche Figuren in Illustrator zusammenzubauen. Ich finde das irgendwie sinnlos. Natürlich gibt es nicht genug Zeit, sich genau in das komplizierte Animationsthema einzulernen, das ist mir schon klar…Aber ich habe das Gefühl, dass es viel wichtiger ist, zu lernen, wie Animationen per Hand erstellt werden, als gleich mit Flash anzufangen.

Immerhin haben wir den Literaturhinweis zu Richard Williams tollem Buch „The Animator’s Survival Kit“ bekommen. Williams betont auch wie wichtig es ist, dass man zeichnen kann und natürliche Bewegungen verstehen lernt.
Außerdem habe ich die Vorlesungsunterlagen der RMIT University Melbourne zu verschiedenen Animationsprojekten gefunden. Dort gibt es sehr gute Hinweise und Beispiele zu allen Animationstechniken.
Nach einigen Stunden herumprobieren habe ich dieses wackelige Männchen ohne Arme hervorgebracht, es besteht aus 16 Keyframes.

Ich zweifele immer mehr an der Bachelor-Ausbildung im Bereich digitale Medien. Uns Studenten wird gesagt, wir hätten große Chancen auf dem Arbeitsmarkt, weil wir den traditionellen Print- und Grafikbereich und die „neuen“ Medien beherrschen werden. Nach einem Jahr scheint es mir aber, dass es eher darauf ankommt alle Adobe Produkte in einem Crashkurs kennenzulernen, nebenbei noch schnell ein bisschen fotografieren, Typografie, Video-und Audiotechnik auswendig lernen und gleich wieder vergessen, unzählige Präsentationen zu mehr oder weniger sinnlosen Themen zu halten, ein bisschen HTML und CSS und vor allem objektorientiertes Programmieren zu beherrschen.
Ich mache mir wirklich Sorgen, wie unsere berufliche Zukunft aussehen soll. Natürlich muss jeder für sich einen Schwerpunkt finden, aber bei der Menge an Themen, die man in so kurzer Zeit lernen soll, ist es fast nicht möglich, sich etwas ausführlicher mit etwas zu beschäftigen. [/lang_de]
[lang_en]Today I tried to make my first hand-drawn animation: the walk cycle. In my animation course we are only supposed to learn some Flash and try to animate Illustrator figures. I find this rather useless if you don’t learn the basic animation principles. Of course there can never be enough time to go into details with a difficult and time consuming subject like animation…But still I’m convinced it is much more important to first understand hand-drawn animations before going digital.
At least the lecture introduced me to Richard Williams’ awsome book “The Animator’s Survival Kit” . William emphasizes the importance of knowing how to draw and understand natural movements.
I also found the animation project notes of RMIT University Melbourne and the walk cycle.
After some hours all I made is this shaky armless creature in 16 Keyframes.

I have more and more doubts about studying “digital media” in just 3 years and becoming adept at the traditional print and graphic design skills as well as the “new” media skills, because that is what we are being told. But i think it’s not enough to just learn all Adobe Software and make crash courses in photography, typography, audio and video technology, drawing, basic HTML and CSS and most of all object oriented programming. Of course everybody needs to find his own talent in one or the other area but there is no time try out and dig a little deeper.
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Saturday, October 17th, 2009

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