HfG Ulm
Die Hochschule für Gestaltung (HfG) in Ulm war eine bekannte Design-Hochschule, die 1953 gegründet wurde und nur 15 Jahre bestand.
Zu den Gründern zählte der Designer Otl Aicher seine Frau Inge Aicher-Scholl, deren Geschwister unter den Nazis für ihre Arbeit in der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ hingerichtet worden waren der schweizer Architekt Max Bill, der u.a. am Bauhaus studiert hatte.
Gebäude
Die Gebäude der ehemaligen HfG liegen hoch über der Stadt Ulm auf dem Kuhberg. Die HfG liegt auch heute noch sehr abgelegen von der Stadt und man kann sich vorstellen, was für eine abgeschottete Welt es erst vor 50 Jahren dort oben gewesen sein muß. Diese räumliche Entfernung spiegelte sich auch in den Beziehungen zu Stadt wider. Gerade als man es sich in den Nachkriegszeiten wieder bequem und heimelig machen wollte, tauchten auf einmal diese eingenartigen Menschen auf dem Kuhberg auf und predigten die gute Form und das Ende vom Kitsch.
Als ich die HfG-Gebäude zum ersten mal sah, fand ich sie nur karg und eckig. Die Räume und Flure sind teilweise sehr hoch, lang und hell.
Als die HfG gebaut wurde, benutzte man nur die billigsten Materialien, Studenten und Lehrkräfte mußten selber mitarbeiten, weil einfach nichts da war, der Krieg war ja gerade erst vorbei.
Innenräume
Der einzige nicht-eckige Ort der HfG war die Bar in der Cafeteria. Diese geschwungene Theke war der Ort des Zusammenkommens und des gemeinsamen Diskutierens. Es gab anfangs kein Geld für Stühle, auf denen alle Studenten hätten sitzen können. Max Bill kam deshalb auf die Idee, dass jeder Student sich erst einmal selbst einen “Ulmer Hocker” bauen mußte. Diesen trugen die Studenten dann mit sich herum in ihre Vorlesungen.
Die Cafeteria mit geschwungener Theke
Ganz rechts der „Sägezahn“
Design
Momentan werden die HfG-Gebäude als Psychologische Tagesklinik genutzt. Es gibt aber große Pläne der Stadt Ulm, an diesem Ort einen „Designpark“ einzurichten. Außerdem wird das Archiv der Hochschule auch in die HfG zurückziehen.
Außer dieser Sitzgruppe gibt es dort kaum noch Original-Inventar zu besichtigen. Allerdings gibt es im Ulmer Museum eine wirklich sehenswerte Dauerausstellung mit vielen Entwürfen der HfG.
Ausstellungsstücke im Ulmer Museum

Dieses Plakat der Entwicklungsgruppe E5 von ca. 1965 ist das einzige HfG-Teil, das ich besitze. Es wurde anlässlich des Ulmer Weihnachtsmarkts entworfen und zeigt das Ulmer Münster im Hintergrund. Zu der Zeit war der Münsterplatz ein riesiger Parkplatz. Das Plakat wurde vom Grafiker Tomás Gonda entworfen, der gebürtige Ungar kam 1958 an die HfG.
Saturday, January 30th, 2010
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[...] was totally new at the time and must have shocked some people. Just like the Bauhaus and the later HFG Ulm, Neues Bauen wanted to eradicate everything that was homey, cozy and [...]
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